{The ABCs of Death}

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    Jahr: 2012
    Regie: diverse

    Inhalt:
    26 Buchstaben. 26 Regisseure. 26 Kurzfilme. In The ABCs of Death geht es einzig und allein um das Schicksals einzelner Menschen oder ganzer Gruppen, meist im Umgang mit dem Tod ...

    Kritik:
    The ABCs of Death ist schwer zu bewerten. Das mag vor allem daran liegen, dass jeder der 26 Kurzfilme eine andere Stilart, einen anderen Aufbau und ein anderes Thema hat.

    Beginnen wir mit den positiven Aspekten: bei 26 verschiedenen Kurzfilmen ist es erstaunlich, dass sich keine von ihnen ähneln oder identisch sind; von skurrilen Horrorerlebnissen bis blutigen Schlachtungen und teils verstörenden Geschenissen ist nahezu alles dabei - stets abwechslungsreich und (teils) effektvoll unterlegt.

    Die Schauspieler machen dabei, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, einen guten Job. Natürlich ist eine exakte Bewertung nahezu unmöglich, was der kurzen Laufzeit der Episoden geschuldet ist. Kamerafahrten und Schnitt variieren ebenso von Episode zu Episode, mit teils ruhigen, teils hektischen Einstellungen und Fahrten. Interessant auch, dass einige Episoden nur aus er Ego-Perspektive gezeigt werden.

    Was die Effekte angeht, unterscheiden sich die Filme ebenso. Bei den (gewollt) schlechten Effekten eines W is for WTF! etwa fragt man sich durchaus, ob das sein musste. Positiv hervorzuheben sind hier vor allem Episoden wie R is for Removed, X is for XXL oder A is for Apocalypse und V is for Vagitus - Episoden, die sich zudem zu den besten zählen dürfen.

    Doch Grund für Kritik gibt es es genug. Denn viele der Episoden sind zwar gewollt übertrieben oder grotesk, doch wirken sie im Vergleich mit manch anderen deutlich deplatziert - vor allem W is for WTF! und F is for Fart sind solche Kandidaten. Und auch ein K is for Klutz (übrigens als grob gezeichneter Trickfilm realisiert) macht den Eindruck eines halbgaren Etwas, dass man schnell zusammengeschustert hat.

    Daran mag vielleicht auch die Wahl der Regisseure schuld sein; große Namen sucht man vergebens. Ausnahmen stellen Xavier Gens (Hitman, The Divide), Ti West (The House of the Devil, V/H/S) und Yoshihiro Nishimura (Tokyo Gore Police, Helldriver) dar. Wieso etwa vergab man keinen Buchstaben an Sam Raimi, Tom Savini , Georg Romero etc.? Ich denke nicht, dass diese Herren nicht auch ihren Spaß gehabt hätten.

    Ebenfalls schade: eine Rahmenhandlung (die das Cover indirekt sugerieren könnte) fehlt völlig - etwas, dass eigentlich Bestandteil einer Anthalogie sein sollte, da so die einzelnen Episoden noch auf eine gewisse Weise verbunden werden können.

    Fazit:
    Vielleicht mag es am Cover und dem Gemunkel/Hype liegen, aber ich habe etwas mehr erwartet - vor allem mehr Horror, mehr Grusel, mehr Suspense. Einige Episoden sind sehr gut und verdienen ihren Platz, andere sind als Lückenfüller akzepabel, doch einige sind leider schlecht und deplatziert. Als Horrorfan wird man seinen Gefallen an vielen Episoden finden, aber es ist zu bezweifeln, dass es jemanden gibt, dem alle gefallen werden.

    Wertung zwischen 9-10
    A, D, G, O, R, T, U, V, Z

    Wertung zwischen 7-8
    B, C, E, I, L, M, N, Q, Y

    Wertung zwischen 5-6
    J, S

    Wertung 1-4
    F, H, I, K, P, W

    "Und wir werden am Abgrund stehend allein gelassen, und starren in das lachende Gesicht des Wahnsinns. "

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