{Robin Hood (2010)}

  • Hat mit dem "eigentlichen" Robin Hood nicht allzuviel zu tun (erst ganz am Schluß), ist aber gut gemacht! Zwar ein bißchen "hollywoodisiert", aber ok das war klar...
    Nur der Prinz-John-Schauspieler hat mich irgendwie nicht so ganz überzeugt - die anderen waren umso besser, vor allem Godfrey.

    Anschauen! ;)

    Truth has bounds, Error none.
    (William Blake)

    Tu chi se', che vuoi sedere a scranna
    per giudicar da lungi mille miglia
    con la veduta corta d'una spanna?
    (Dante Alighieri)

    Leben ist wie Zeichnen ohne Radiergummi...

  • Ich fand die Grundidee eines realistischen Robin Hood ziemlich gelungen. Im Vergleich zum Werk mit Kevin Costner, war das hier entscheidend realistischer und auch packender. Was mich aber an der 2010er Fassung sehr gestört hat, war die blutarmut des Streifens. Da ist man von Ridley Scott viel besseres gewöhnt, wie er es in Gladiator gezeigt hat. Dieser hier hatte die Härte von einer Kissenschlacht.
    Aber naja, wahrscheinlich zielte der Film auf ein jüngeres Publikum um mehr einzuspielen.

    Die Darsteller waren sehr gut. Allen voran Cate Blanchett, die eine beeindruckend souveräne und engagierte Marion spielte. Russell Crowe war für mich irgendwie immer noch der Maximus, nur diesmal im Mittelalter und ohne Joaquin Phoenix.
    Mark Strong alias Godfrey hat eine tolle Leistung abgeliefert. So richtig fies und böse. Auf einer Stufe mit Alan Rickman in dem Costner-Werk. Und ganz besonders Max von Sydow als Walther hat gut gespielt. Aber als Blinder hat er mich immer an Blinzler aus "Helden in Strumpfhosen" erinnert.:lol:.

    Eine gute Idee für "Robin Hood Begins" und dazu eine Score, dessen Thema mich immer an das God of War 3-Thema erinnerte, sorgten für eine gute Unterhaltung.
    Nur der Schluß war bisschen zu sehr mit der heißen Nadel gestrickt wie ich fand, um einen Übergang zur eigentlichen Robin Hood-Saga zu haben.

    4 von 5 Bogenschützen

    Manche Menschen wissen nicht, wie wichtig es ist, dass sie einfach da sind.
    Manche Menschen wissen nicht, wie gut es tut, sie sie nur zu sehen.
    Manche Menschen wissen nicht, wie tröstlich ihr gütiges Lächeln wirkt.
    Manche Menschen wissen nicht, wie wohltuend ihre Nähe ist.
    Manche Menschen wissen nicht, wie viel ärmer wir ohne sie wären.
    Manche Menschen wissen nicht, dass sie ein Geschenk des Himmels sind.
    Sie wüssten es, würden wir es ihnen sagen..
       

  • Ich habe nichts gegen den 1992er Film, welchen ich gerne ansehe und dessen eher weniger ernste Umsetzung ich auch sehr mag.

    Aber die Variante des 2010er mit einer realistischen, düsteren, vom Setting her bodenständigen Umsetzung fand ich ebenfalls sehr gelungen. Vorher dachte ich, es gibt eine eher standardmäßige Robin-Hood-Story, aber sie stellte sich als unerwartet überraschend heraus, mit einigen Wendungen und Situationen, die man nicht vorhergeahnt hat. Hie und da gab es Anlehnungen an die bekannte Hood-Geschichte, die aber nur gestreift worden, die Hauptgeschichte drehte sich eher um das englische Königreich. Die Schauspieler waren gut gecastet, der Score war stimmig, und die Landschaft hat perfekt in die Szenerie gepasst. Dass die Schlachten zu unblutig waren, kann ich nun nicht sagen bzw. kritisieren. Es gab halt wenig Mann-zu-Mann-Kämpfe, sondern eher Bogenschießen. Aber die Menge des vergossenen Bluts hat ja nichts mit der Qualität eines Films zu tun.

    8,5/10 Schwertern

    "There are fierce powers at work in the world, boys. Good, evil, poor luck, best luck. As men, we've got to take advantage where we can."

  • Es ist nicht Gladiator, es ist nicht die Costner-Version... sondern eine solide Mischung! Gelungener Film von dem ich gerne auch noch eine Fortsetzung zum eigentlichen Robin Hood sehen würde.

    9 von 10 feigen Franzosen

    Das Leben ist zu kostbar, um es dem Schicksal zu überlassen! Deus X. Machina

  • Ich habe auch diesen Film (oh Wunder im ZDF ausgestrahlt!!) geguckt und ich muss sagen, dass es mir gefällt. Vieles bereits Gesagte hier stimme ich zu.
    Aber einen Punkt möchte ich ganz klar widersprechen, dass der Film angeblich realistisch sei. Seien wir mal ehrlich, tausend Dinge sind in höchsten Maße umgekehrt anachronistisch. Den größten Vogel schießt ganz klar Lady Marion Loxley (was mir übrigens ironischerweise sehr gut gefallen hat) ab. Besitzerin von 5000 Morgen Land, kann mit Schwert umgehen, bringt einen Vergewaltiger um, leitet ein Teil des Heers und trägt eine Rüstung. Und das alles im MIttelalter?
    Auch die "Landung" an der britische Küste spielt geradezu aufdringlich auf den D-Day im 1944 an. Selbst die Landungsboote sehen, abgesehen von Rudern, nahezu exakt wie die amerikanische Versionen aus...
    Aber ich fand's trotzdem prima, denn so wird ein mpderner, schöner Märchen geliefert, welcher die Vorgeschichte von Robin erzählt. Das hat Ridley Scott gut hingekriegt.

    9 von 10 kampfeswillige Frauen

    P.S. Dieser Mark Strong sieht ja Andy Garcia verblüffend ähnlich. Zumindest denke ich immer an Andy Garcia, wenn ich den Brite sehe. War auch schon im Sherlock Holmes der Fall. :lachen2:

    "Hölle ist...nur ein Wort. Die Realität... ist viel, viel...schlimmer!":twisted:

    Das ist meine Signatur. Nix da!:schaaf:

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  • P.S. Dieser Mark Strong sieht ja Andy Garcia verblüffend ähnlich. Zumindest denke ich immer an Andy Garcia, wenn ich den Brite sehe. War auch schon im Sherlock Holmes der Fall. :lachen2:

    Bei mir ist's Stanley Tucci, mit dem ich ihn immer verwechsle. ;)

    Und ich glaube nicht, daß Robin-Hood-Filme auf Realismus aus sind (deinen Argumenten stimme ich ja zu) - wo noch nicht mal geklärt ist, ob es ihn überhaupt gegeben hat.

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  • Und ich glaube nicht, daß Robin-Hood-Filme auf Realismus aus sind (deinen Argumenten stimme ich ja zu) - wo noch nicht mal geklärt ist, ob es ihn überhaupt gegeben hat.


    In dem Fall wurde schon versucht die Story in einen zeitlichen Rahmen zu betten. Die anderen Verfilmungen waren auch bemüht, nur gab es keine direkten Hinweise auf geschichtliche Ereignisse. Nur muss erwähnt werden, dass die hier genannten Ereignisse (Magna Charta, Franzoseninvasion etc.) zeitlich um Jahrzehnte vorgezogen wurden.

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    Manche Menschen wissen nicht, dass sie ein Geschenk des Himmels sind.
    Sie wüssten es, würden wir es ihnen sagen..
       

  • Nur muss erwähnt werden, dass die hier genannten Ereignisse (Magna Charta, Franzoseninvasion etc.) zeitlich um Jahrzehnte vorgezogen wurden.

    Eher verspätet - die Magna Charta jedenfalls war 1215, und in diesem Film

    Spoiler anzeigen

    wird sie ja noch nichtmal unterschrieben. ;)


    Robin Hood werkte - nach meinen Informationen und falls es ihn wie gesagt überhaupt gab - ungefähr ab 1260 oder noch später.

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  • Robin Hood werkte - nach meinen Informationen und falls es ihn wie gesagt überhaupt gab - ungefähr ab 1260 oder noch später.


    Wobei es wohl auch sein soll, dass es EINEN Robin Hood gar nicht gab, sondern das eine Mischung aus verschiedenen Figuren sein soll. So jedenfalls eine Theorie der Forschung.

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